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Gesche Margarethe Gottfried
 
Als geborene Bremerin kommt man an Gesche nicht vorbei. Man kennt den Spuckstein, man hat schonmal drauf gerotzt und irgendwann hat man mal schon von ihr gehört.
 
In meinem Banner findet Ihr auch ihren Namen.
Nicht weil ich ihre Taten gut heisse oder ein Fan von ihr bin, nein, das kam eher anders zustande.
 
Mich hat mal jemand als Gesche tituliert. Warum, das weiss ich bis heute nicht. Aber der Herr gehörte ohnehin nicht zu den Personen, die, wie soll ich das ausdrücken ohne überheblich zu klingen...ja, die nicht immer das Beste aus ihren Gehirnwindungen herausholen.
 
Ich empfand es damals als eine schwere Beleidigung.
Immerhin war Gesche eine Mörderin!
 
Doch da ich mich seit geraumer Zeit mit Giften, der Heilwirkung, aber auch den toxischen Wirkungen von Pflanzen beschäftige, fand ich den Namen ganz passend als einen Teil des Blogs.
 
Nun, wer war Gesche?
 
Gesche, mit vollem Namen Gesche Margarethe Gottfried, geb. Timm, lebte vom 6. März 1785 bis zum 21. April 1831 in Bremen. Was genau sie zu ihren Morden trieb, bleibt bis heute im Unklarem. Sie war eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die mit der Eheschließung im Jahre 1806 mit dem leichtlebigen Johann Miltenberg in gutbürgerliche Verhältnisse aufstieg. Sie bekam fünf Kinder, von denen (zunächst) drei überlebten. Nach dem Tod ihres Mannes verarmte Gesche immer mehr. Doch nun konnte sie endlich ihren Geliebten Michael Christoph Gottfried heiraten, der ihr auf dem Totenbett 1817 die Ehe versprach. Ihr gemeinsames Kind kam als Todgeburt zur Welt. Ihr Verlobter Paul Thomas Zimmermann verstarb noch vor der Eheschließung im Jahre 1823.
Desweiteren gab es einige Todesfälle in ihrem nährem Umfeld, doch ihre dahinsiechenden Verwandten und Freude kümmerte sie sich zu rührend, dass man ihr den Namen "Engel von Bremen" gab.
Ihr Vermieter, Johann Christoph Rumpff, wurde jedoch misstrauisch und so wurde Gesche bald enttarnt.
Am 21. April 1831 gegen 8 Uhr wurde Gesche hingerichtet. Es war die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen.
 
Gesches Opfer:
 

 1. Oktober 1813: Johann Miltenberg (erster Ehemann)
2. Mai 1815: Gesche Margarethe Timm (Mutter)
10. Mai 1815: Johanna Gottfried (Tochter)
18. Mai 1815: Adelheid Gottfried (Tochter)
28. Juni 1815: Johann Timm (Vater)
22. September 1815: Heinrich Gottfried (Sohn)
1. Juni 1816: Johann Timm (Bruder)
5. Juli 1817: Michael Christoph Gottfried (zweiter Ehemann)
1. Juni 1823: Paul Thomas Zimmermann (Verlobter)
21. März 1825: Anna Lucia Meyerholz (Musiklehrerin, Freundin)
5. Dezember 1825: Johann Mosees (Nachbar, Freund, Berater)
22. Dezember 1826: Wilhelmine Rumpff (Vermieterin)
13. Mai 1827: … Schmidt (dreijährige Tochter von Beta Schmidt)
15. Mai 1827: Beta Schmidt (Freundin, Magd)
24. Juli 1827: Friedrich Kleine (Freund, Gläubiger; in Hannover ermordet)

 

Noch heute erinnert in Bremen der Spuckstein an Gesche. Über ihn gibt es zwei Versionen, die man sich erzählt. Die Eine besagt, dass Gesche hier hingerichtet wurde. Die Andere besagt aber, dass Gesches abgetrennter Kopf bis zu dieser Stelle gerollt sei und dort liegen blieb.

Dies ist vielleicht nur ein kleiner Einblick, den ich sicherlich nach und nach erweiten werde, aber wer sich nun für mehr interessiert, wird sicherlich einiges über sie im weiten net finden. 

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